Was Qigong ist, lässt sich auf vielerlei Arten erklären. Bleibt es aber beim Erklären, ist es kein Qigong. Qigong lebt von der Umsetzung dessen, was man erkennt und schenkt Erkenntnisse aus dem Üben heraus. Qigong ist keine Kopfarbeit, aber auch kein Sport.
Qigong ist eine der 5 Säulen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), neben Akupunktur, Arzneimittellehre, Diätetik und Massage. “Qigong” ist ein relativ junger Begriff für das, was die Chinesen “daoyin” nannten, das “Leiten und Führen des Qi”. Es geht um das unermüdliche Bemühen (“gong”) um die eigene Lebenskraft (“qi”). Im Qigong werden verschiedene Aspekte zu einer Einheit verbunden: Geist (shen), Vorstellungskraft (yi), Lebenskraft (qi), Muskelkraft (li) und Form/Struktur bzw. Körperhaltung (xing).
Qigong ist eine Möglichkeit, das eigene Qi wahrzunehmen, zu nähren und zu pflegen und durch die Kraft der Vorstellung im eigenen Körper an bestimmte Stellen zu leiten.
Klassische Umschreibungen, welche die Empfindungen während des Qigong-Übens auf den Punkt bringen wollen, sind:
- sich ausserhalb der alltäglichen Erfahrung wahrnehmen
- das Durchtrennen der 6 Wurzeln, die uns im alltäglichen Bewusstsein festhalten: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten und das Denken
- ein Ausdehnen der Entspannung, die während 7-14 Sekunden kurz vor dem Einschlafen auftritt, auf mehrere Minuten
Als Ideal für Qigong-Übende lässt sich formulieren:
“Geschmeidig wie ein Kind, gesund wie ein Holzfäller, gelassen wie ein Weiser.”
Qigong
- ist eine wirksame Methode zur Gesundheitsvorsorge.
- aktiviert unsere Selbstheilungskräfte.
- wirkt unterstützend bei der Therapie von Krankheiten.
- löst Blockaden im Qi-Fluss entlang der inneren Energiekanäle (Meridiane).
- beruhigt und schärft den Geist.
- kräftigt den Körper und fördert das Körpergefühl.
- stellt die innere Balance wieder her.
konkrete Krankheitsbilder, bei denen Qigong heilend oder unterstützend wirkt:
- bei Störungen, die vom Nervensystem ausgehen
- bei Störungen des Herz-Kreislauf-Systems (z.B. Bluthochdruck, Angina pectoris)
- bei psychosomatischen Erkrankungen
- bei Stressanfälligkeit
- bei Angstzuständen
- bei Kopfschmerzen und Migräne
- bei erhöhter Infektanfälligkeit
- bei Atemwegserkrankungen wie etwa Asthma bronchiale
- bei chronischen Schmerzen
- bei funktionellen Verdauungsstörungen
- bei Depressionen


