Das Modell der 3 kosmischen Zonen beschreibt die Beobachtung, dass man in allem, was existiert, eine Dreiheit feststellen kann, deren einzelne Bereiche zueinander in Beziehung stehen und sich wechselseitig beeinflussen können, ähnlich wie das Konzept von Yin und Yang eine solche Zweiheit in allen Dingen postuliert.
(1) Das Geistige (Shen) bezieht sich auf das, was noch in keiner Weise ausgeformt ist, wo alles noch möglich ist. Die Dinge haben auf dieser Ebene weder Form noch Substanz.
(2) Die mittlere Ebene des Qi umfasst Erscheinungen, die noch nicht ganz ausgeformt sind, die also noch beeinflusst werden können, sich in die ein oder andere Richtung hin auszuformen. Dazu zählen Dinge, die entweder eine konkrete Form besitzen, aber keine Substanz (Träume, Vorstellungen) oder solche, die Substanz haben, aber keine Form (Qi). Im Stillen Qigong setzt man auf dieser mittleren Ebene an und regt dort durch Visualisierungen und Vorstellungen das Qi an, sich in der Wirbelsäule und um die Wirbelsäule herum zu verändern, damit sich im nächsten Schritt die Wirbelsäule in Richtung auf diese Vorstellung manifestieren kann.
(3) Das Materielle ist vollständig ausgeformt, es besitzt sowohl Form als auch Substanz. Veränderungen auf dieser Ebene sind sehr schwierig. Trotzdem versucht man ergänzend auf der Ebene der Stützmuskulatur, der Sehnen, Knochen und Meridiane, das Qi zu stärken und in den Bereich der Wirbelsäule einzulagern. Das erreicht man durch Übungen des Bewegten Qigong.

